Die 10-Minuten-Lernmethode: Schnell & effektiv lernen

 

Intervalltraining – diesen Ausdruck kennt man vom Sport und er beschreibt eine Trainingsmethodik, die durch abwechselnde Belastungs- und Erholungsphasen gekennzeichnet ist. Solche Intervalle machen auch beim Lernen Sinn.

 

Intervalltraining auch beim Sprachenlernen

Wir empfehlen: 10 Minuten-Einheiten anstatt stundenlanges Lernen.

In zehn Minuten kann sich das Gehirn vollkommen auf die Sprache konzentrieren und nimmt neue Informationen am besten auf. Außerdem lernt Ihr Gehirn nach jeder Lernphase 7 Minuten unterbewusst weiter, während Sie sich schon längst mit etwas anderem beschäftigen. Daher ist es sinnvoll, das Lernen in Lerneinheiten von jeweils 10 Minuten einzuteilen. Damit beschleunigen Sie die Lerngeschwindigkeit und die Dauer, bis Sie Ihr gewünschtes Niveau erreicht haben, wird kürzer – vor allem im Vergleich zum herkömmlichen Vokabelpauken.

In der kurzen Lernzeit arbeiten Synapsen im Hippocampus viel besser, als in langen Lernphasen. Das liegt daran, dass pro Lerneinheit im Wesentlichen nur ein Set an Synapsen aktiviert wird. Teilt man die gesamte Lernzeit in mehrere kurze Lerneinheiten auf, werden hingegen verschiedene Synapsen aktiv. Das Gehirn arbeitet mit „voller Leistung“.

Außerdem bietet die Intervalltechnik den Vorteil, dass zwischen den Lerneinheiten Umsetzungen versucht werden können (z.B. 10 Minuten lesen, dann selbst sprechen). In der darauffolgenden Einheit können diese Umsetzungen evaluiert, reflektiert und allenfalls reorganisiert werden. So wird Nachhaltigkeit bestmöglich unterstützt. 

Beispiel für das Sprachenlernen:
– 10 Minuten Wortbedeutungen heraussuchen
– 10 Minuten zuhören/listening
– 10 Minuten Text abschreiben

  

Lernphasenmodell – Plateaus überbrücken

Bevor Sie mit dem Lernen beginnen, möchten wir auf das Lernphasen-Modell von George Leonard hinweisen (siehe Abbildung): Wenn Sie Fähigkeiten aufbauen, beginnt Ihr Gehirn, diese zu speichern. Jedoch nur jene Teile, die Sie immer wieder abrufen, werden so angelegt, dass sie dauerhaft und schnell zur Verfügung stehen.

Während dieses Vorgangs haben Sie aber das Gefühl, dass nichts weitergeht, und Sie verlieren zunehmend das Interesse. Und genau das ist der Hauptgrund, warum viele nach kurzer Zeit aufgeben und meinen „Das kann ich gar nicht“, „Das verstehe ich nicht“ oder „Ich bin dafür nicht geeignet“. Wenn Sie diesen Punkt erreichen, dann rufen Sie sich das bereits gelernte Wissen immer wieder in Erinnerung und versuchen Sie, während dieser Zeit zumindest eine Übung pro Tag zu machen. Kurze Lerneinheiten sind besser!

Dadurch schaffen Sie es, diese kurze Stagnations-Phase (= Lernphasen-Plateau) zu überbrücken und werden ganz schnell sehen, wie spannend es danach weitergeht und wie Ihr Tempo und Ihr Spaß steigen werden. Und plötzlich stellen Sie fest: „Ich kann’s ja doch!“

Tatsächlich sind diese Plateaus für unser Gehirn fundamental wichtig. Denn beim Lernen werden neue Synapsenverbindungen im Gehirn gebildet. Dabei muss etwas wachsen, sprich die Verbindungen müssen körperlich entstehen und das geht nicht von einer Sekunde auf die andere. Wenn Sie also das nächste Mal das Gefühl haben „da tut sich nichts mehr“, obwohl Sie üben, dann stellen Sie sich die eifrigen Baumeister in Ihrem Gehirn vor, die dabei sind, eine neue stabile Architektur zu schaffen und bleiben dran. Sie werden durch den nächsten Lern-Schub belohnt.

Sprachenlernen - Lernplateau

 

Lerneinheiten beim Sprachenlernen – erlernte Wörter

Nun stellen Sie sich die Frage: Wie viele 10-Minuten-Einheiten müssen Sie einplanen, um Ihr persönliches Ziel zu erreichen? Die folgende Grafik bietet Ihnen einen Anhaltspunkt. 

Finden Sie in der Grafik Ihr persönliches Ziel. Entweder legen Sie fest wieviele 10-Minuten-Übungen pro Tag Sie umsetzten können und sehen dann welchen Wortschatz Sie erreichen. Oder Sie legen den Wortschatz fest und finden mit der Grafik heraus, wann Sie Ihr Ziel erreichen werden.

Die Anzeige der bereits erlernten Wörter in der Abbildung dient als Messwert, an dem Sie sich orientieren können. Grundsätzlich beginnen Sie automatisch, die Sprache zu verstehen. Jedes einzelne Wort ist dabei nur ein Baustein. Sie beginnen in die Sprache einzutauchen und auch in dieser zu denken.

Linguajet-Grafik-Lerngarantie

Generell gilt: Je mehr kurze Lerneinheiten pro Tag, desto mehr erlernte Wörter. Sie bestimmen selbst, wie schnell Sie vorankommen möchten.

 

Die 6er-Regel:
Ein typischer Wert, den wir von unseren LeserInnen kennen ist die 6er-Regel. Damit ist gemeint, dass Sie in 6 Wochen 600 Unique Words (aktiver Wortschatz, wie ihn z.B. eine Tageszeitung verwendet) beherrschen, wenn Sie 6 mal pro Tag 10 Minuten aufwenden.  
 

Dabei ist wichtig: Geben Sie sich selbst Zeit! 
Die neuronale Geschwindigkeit jedes Menschen bestimmt, wie schnell er neue Informationen aufnimmt und verarbeitet. Während Sie bereits mit einer 10-Minuten-Einheit pro Tag den Basiswortschatz von 300 Wörtern in 10 Wochen erreichen, benötige ich vielleicht drei 10-Minuten-Einheiten. Nach wenigen Wochen werden Sie ein Gefühl dafür bekommen, wie viele Einheiten für Sie optimal sind.

 

Wochenende verboten?

Unser Gehirn kennt kein Wochenende! Bereits wenige Minuten der jeweiligen Aktivität reichen, um Ihrem Gehirn zu zeigen, dass Sie die Sache nicht fallen gelassen haben. Machen Sie am Wochenende also zumindest eine Mini-Übung, z.B. ein Mal 10 Minuten. Zeigen Sie Ihren grauen Zellen, dass Sie noch „im Training“ sind. Wenn Sie das nicht machen, können Sie davon ausgehen, dass jede 2-Tages-Pause Sie ca. drei Tage zurückwirft. Neuronal gesehen gilt also unumstritten: Use it or lose it!

 

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